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Prof. Dr. Gerhard Wörner

Kontakt

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Adresse:
Goldschmidtstraße 1

Gebäude: 2408
Raum: 4.107
Göttingen 37077

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Telefon: 0551 3933971

Fax: 0551 3923982

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Lebenslauf

 

geboren 1952 in Kassel studierte Mineralogie an der Universität Bochum. Noch während der Promotion verbrachte er ein Jahr in den USA, wo er am 18.Mai 1980 bei vulkanologischen Arbeiten aus nächster Nähe die Eruption des Mt. St. Helens miterlebte. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ruhr Universität Bochum hat er 1986 seine Forschungsarbeiten in den Anden begonnen.

Im Jahre 1988 habilitierte er sich für die Fächer Geologie und Mineralogie. In den Jahren 1988 bis 1993 arbeitete er zunächst alsVertreter einer Professur, dann als C-2 Dozent und Heisenbergstipendiat an der Universität Mainz. 1993 nahm er einen Ruf auf die C-4 Professur für Geochemie an der Universität Göttingen an.

Seine Arbeitsgebiete umfassen die petrologische Untersuchung von Fremdgesteinen in Vulkaniten,die Genese von Magmen in der Eifel, vulkanologische und vor allem geochemische Studien an Vulkaniten der zentralen Anden, Costa Ricas, der Antarktis und Kamchatkas.
Darüberhinaus betreibt er interdisziplinäre Studien zur geodynamischen Entwicklung (Hebung, Erosion, Klima- und Landschaftsentwicklung) der zentralen Anden und interessiert sich für die Petrologie von Graniten in Mitteleuropa sowie für die Genese von Flutbasalten und die Ursachen des jungen kontinentalen Vulkanismus in der Antarktis.


Wissenschaftliche Interessen- und Arbeitsgebiete :

  • Magmenentstehung und -differentiation in kontinentalen Vulkanfeldern und kontinentalen Rifts (Eifel)
  • Magmatismus an aktiven Plattenrändern, geologische Entwicklung von Subduktionszonen (Südamerikanische Anden, Costa Rica, Kamchatka)
  • Wechselwirkung zwischen Magmen und Krustengesteinen (Kontaktmetamorphose und Assimilation)
  • Entwicklung kontinentaler Riftsysteme (Ross Rift, Antarktika) Petrologie von Mantel und Unterkrusten-Xenolithen
  • Die Genese von Flutbasalten (Ferrar Basalte, Antarktis)
  • Geodynamische Entwicklung (Hebung, Erosion, Sedimentation und Vulkanismus) der Westabdachung der zentralen Anden
Veröffentlichungen :

  • Veröffentlichungen in begutachteten, internationalen Zeitschriften
  • Bücher : Gasteditor des Sonderbandes der Geologischen Rundschau "Evolution of Variscan (Hercynian) and Comparable Paleozoic Orogenic Belts"
  • Abstracts von Vorträgen auf internationalen Fachtagungen
  • weitere Beiträge verschiedener Art (populärwissenschaftliche Artikel, Reports, Besprechungen, Gutachten etc.)
Auszeichnungen :

  • Stipendium der "Studienstiftung des Deutschen Volkes" (1976-1980)
  • Die Diplomarbeit wurde mit dem "Studentenpreis der Ruhr Universität" ausgezeichnet.
  • V.M. Goldschmidt - Preis 1988 der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft
  • Albert Maucher - Preis 1989, verliehen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
  • Leibniz - Preis der DFG 1997
  • Geological Society of America "Distinguished Geologic Career Award" der Mineralogy, Geochemistry, Petrology and Volcanology Division (2013)
  • Hans Stille Medaille (2014)
Mitgliedschaften:

  • Deutsche Mineralogische Gesellschaft (1977 - ), als Beirat : 1997-1999
  • Geologische Vereinigung (1989), als Beirat 1990 - 1996, als Stellv. Vorsitzender 1996 - 2000
  • Mitglied des Forschungskollegs "Geochemie" (1994 - )
  • Deutsche Gesellschaft für Polarforschung (1984 - )
  • Deutsche Vulkanologische Gesellschaft (1992 - )
  • American Geophysical Union (1985 - )
  • Sociedad Geologica de Chile (1990 - )
  • International Association for Volcanology and Chemistry of the Earth's Interior (1987 - )
  • IAVCEI - Working Group on Antarctic Volcanism (1984- 1992)
  • SCAR - Group of Specialists : "Ross Sea Transect" (1984- 1992)
  • Naturwissenschaftler-Initiative e.V. "Verantwortung für den Frieden" (1993 - )
  • Universitätsbund der Universität Göttingen (1993 - )
  • Arbeitsgruppe der Geokommission "Geowissenschaftliche Forschungen in Lateinamerika" (1990-)
  • Mitglied des Kuratoriums des Zentrallabors für Geochronologie der DFG in Münster (1998 - 2000)
  • Mitglied der GEMKO, Fachkommission "Geowissenschaften" der HRK und KMK (1998 - 1999)
  • Mitglied im DFG Senatsausschuß für Graduiertenkollegs (1999 - 2005)
  • Mitglied im SFB "Deformationsprozesse in den Anden  (1996-2004)
  • Mitglied der ILP Subkommission "Andean Geodynamics" (1999 - 2004)
  • Mitglied IGCP Scientific Board of the UNESCO and IUGS (1999 - 2005)
  • Mitglied des Landesaussschuß des ICDP (2000 - )
  • Mitglied CRONOS-EU Project Monitoring Committee (vice chaiman, 2005 - )
  • Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (2003 - )

Lebenslauf



Geboren   21. September 1952 in Kassel
Vater   M. Wörner (Pfarrer)
Mutter   U. Wörner (geb. Mühlhausen)
     
Ausbildung:    
     
Grundschule 1959-1963 in Bad Sooden Allendorf (Hessen)
Gymnasium 1963-1968 in Bad Sooden Allendorf (Hessen)
  1968-1969 Melanchtonschule Steinatal
  1969-1972 Gymnasium Bad Sooden Allendorf
  1972-1977 Studium an der Ruhr Universität Bochum (Studienfach Mineralogie)
Diplom Juli 1977 Titel der Diplomarbeit :
"Petrographische und statistische Untersuchungen an Fremdgesteinsauswürflingen in
den jüngsten Ablagerungen des Wehrer Kessels/E-Eifel"
Betreuer: Prof. Dr. W. Schreyer 
Gesamtnote : "Mit Auszeichnung"
Promotion 15.2.1982 Titel der Doktorarbeit : 
"Geochemisch-mineralogische Entwicklung der Laacher See Magmakammer"
Betreuer : Prof. Dr. H.-U. Schmincke Gesamtnote : "Mit Auszeichnung"
Habilitation 26. 10. 1988 Thema der Habilitationsschrift : 
"Magmenevolution und Eruption in unterschiedlichem geotektonischem Milieu"
Die Venia Legendi wurde verliehen für die Fächer "Geologie und Mineralogie"
     
  1.4.1988 - 31.3.1990 Vertretung einer C-2 Professur für "Allgemeine Geologie und Vulkanologie" am
Institut f. Geowissenschaften der Universität Mainz.
  1.4. 1990 - 30.0.1991 Hochschuldozent am Institut f. Geowissenschaften der Universität Mainz
  1.10.1991 - 30.9.1993 Heisenbergstipendiat und beurlaubt von der C-2 Dozentur
  14.12.1993 Ernennung zum Universitätsprofessor C-4 am Geochemischen Institut der Georg August Universität Göttingen

 

Arbeitsverhältnisse :


März 1980 - Dezember 1983 :
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr Universität in verschiedenen, aus Drittmitteln finanzierten Forschungsprojekten
Januar 1984 - Oktober 1984:
  • "Post-Doc"-Stipendium der Heinrich Hertz Stiftung zur Arbeit am Lamont Doherty Geological Observatory
November 1984 - September 1985 :
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Mt.Melbourne"
Oktober 1985 - Juli 1987 :
  • Mitarbeiterstelle aus Landesmitteln am Institut für Mineralogie der RUB
August 1987 - März 1988:
  • "Wissenschaftlicher Mitarbeiter", Ruhr Universität Bochum im DFG-Projek "Mt.Melbourne"
April 1988 - März 1990 :
  • Vertretung einer C-2 Professur für "Allgemeine Geologie und Vulkanologie" am Institut f. Geowisschenschaften der Universität Mainz
April 1990-September 1991 :
  • Hochschuldozent (C-2) auf Zeit am Institut f. Geowisschenschaften der Universität Mainz
1. Oktober 1991 - 30. Sept. 1993:
  • Heisenbergstipendiat
1.Oktober 1993 - 13. Dez. 1993 :
  • Wahrnehmung eines Verwaltungsauftrages für eine C-4 Professur am Geochemischen Institut der Georg August Universität Göttingen
seit 14. Dez. 1993 :
  • Universitätsprofessor C-4 am Geochemischen Institut der Georg August Universität Göttingen


Auslandsaufenthalte :


August 1979 - August 1980 :
  • USGS, Reston, Virginia und MIT, Boston. Auslandstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes während der Dissertation
Januar 1984 - Oktober 1984 :
  • Lamont Doherty Geological Observatory, Columbia University, New York, Post-Doc-Stipendium
Februar 1985 - Juni 1985 :
  • Lamont Doherty Geological Observatory, Columbia University, New York, im Rahmen des DFG-Projektes "Mt.Melbourne"
März 1992- Nov. 1992 :
  • Lamont Doherty Geological Observatory, Columbia University, New York, im Rahmen des Heisenberg-Stipendiums

Universitäre Selbstverwaltung


  • Fachschaft Geologie - Mineralogie - Geophysik (Universität Bochum, 1975-1977)
  • Mitglied des Fachbereichs für Geowissenschaften, Universität Göttingen (1994 - )
  • Vorsitzender der Studienunterkommission "Mineralogie" (1994 - )
  • Mitglied in div. Berufungskommissionen
  • Mitglied der Strukturkommission der Fakultät Geowissenschaften, Universität Göttingen (1997- )
  • Vorsitzender der Kommission "Reformstudiengang Geowissenschaften" (1995-1998)
  • Vorsitzender der Studienunterkommission "Geowissenschaften" (1999 - )
  • Mitglied in der Kommission "Struktur- und Personalplanung"
  • Vertreter des Fachbereichs bei Niedersachsen-weiten Gesprächen und gegenüber dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Niedersachsen, zum Thema "Neustrukturierung der Geowissenschaften in Niedersachsen" (1996- 1997)
  • Mitglied im Arbeitskreis "Reformstudiengang Geowissenschaften", Alfred Wegener Stiftung (1994- 1997)
  • Externes Mitglied im SFB 267 "Deformationsprozesse in den Anden" (FU Berlin)
  • Sprecher des SFB 469 "Wechselwirkungen an geologischen Grenzflächen" an der Universität Göttingen (1997-1999).

Gutachterliche Tätigkeit


Mitglied im DFG-Senatsausschuß und Bewilligungsausschuß für die Graduiertenkollegs
Diverse internationale Fachzeitschriften, u.a. :
  • EPSL, CMP, JGR, GR, J Pet, Lithos, Chem Geol, Mineralogy and Petrology, Terra Nova,
    Australian Research Council
  • DAAD
  • DFG
  • SNF (Schweizerischer National Fond)
  • European Science Foundation
  • NERC, UK
  • Netherlands Geoscience Foundation
  • Nederlands Organisatie voor Wetenschapelijk Onderzoek
  • Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur : Förderung der wissenschaftlichen Forschung
  • Österreichischer Forschungsfond
  • Stadt Neuwied
  • Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • U.S. National Science Foundation

Eingeladen zu wissenschaftlichen Vorträgen in :


IAVCEI 1983 (Wellington, New Zealand), Conference on Open Magma Systems, Center for the Study of Earth and Man, Taos, 1985, Aachen (Kolloquium), Amsterdam, Vrije Universiteit (Kolloquium), Bonn (Kolloquium), Bremen (Kolloquium), Frankfurt (Kolloquium), Freiberg (Kolloquium), Freiburg (Kolloquium), FU Berlin (2*) (Kolloquium), Giessen (Kolloquium), Göttingen (4*) (Kolloquium), Hamburg (Kolloquium), Hannover (Kolloquium), Heidelberg (Kolloquium), Jena (Kolloquium), Karlsruhe (Kolloquium), Kiel (2*) (Kolloquium), Lamont Doherty Geological Observatory (Kolloquium), Oxford, Dept Earth Sciences (Kolloquium), MPI Mainz (2*)(Kolloquium), Mainz Uni (Kolloquium), Münster (Kolloquium), Stuttgart (Kolloquium), Univ. of Rhode Island (Kolloquium), Zürich, ETH (Kolloquium)
Wissenschaftlicher Werdegang

Aus dem Studium regionalmetamorpher und kontaktmetamorpher Krustenxenolithe (Wörner et al., 1982; Mengel et al. 1991) hat sich die Erforschung oberflächen-naher Magmensysteme, ihrer geochemischen Entwicklung und Wechselwirkung mit Krustengesteinen entwickelt. Verschiedene magmengenetische- (Differentiation, Magmenmischung) und Kontaminationsprozesse (Fluid-Austausch, Assimilation) wurden am Beispiel des Laacher See Magmensystems dokumentiert und quantifiziert. Zu diesem Zweck wurden radiogene und stabile Isotope von Sr, Pb- und Nd, bzw. O und H/D als "Tracer" eingesetzt (Wörner & Wright, 1983; Wörner & Schmincke, 1994a,b; Wörner et al, 1995, 1996; Bourdon et al.,1994 ).

Das Interesse richtete sich darüber hinaus auf die Mantelquelle kontinentaler Alkalibasalte. Radiogene Isotope (Sr, Nd, Pb) wurden angewandt um Mantelregionen bzw. Mantelkomponenten chemisch und in ihrer zeitlichen Entwicklung zu charakterisieren (Wörner et al., 1986).

Interesse am kontinentalen Rift-Vulkanismus, Aufbau der Lithosphäre und an Rift-bildenden Prozesse wurden in einem Forschungsprojekt im Mt.Melbourne Vulkanfeld (Viktoria Land, Antarktis) verfolgt, mit dem Ziel, die geotektonische Stellung der Mantelmagmen, Magmendifferentiation und Krustenaufbau im Übergangsbereich vom Ross See Rift zu den Transantarktischen Bergen zu bearbeiten (Rocholl et al., 1995; Wörner, 1999).

Unterkrusten- und Mantelxenolithen dokumentieren die P-T-t - Entwicklung des lithosphärischen Mantels in Ross See Rift (Hornig & Wörner, 1992; Hornig et al. 1993; Wörner et al., 1989, 2000; Zipfel & Wörner, 1992; Wörner & Zipfel, 1997).

Seit 1986 hat sich mein Interesse auch auf die Magmengenese in aktiven Subduktionszonen gerichtet. In einem multi-disziplinären, internationalen Projekt in den Hohen Anden N.Chiles wurden auf der Basis detailierter Geländearbeit, chemischer und isotopen-geochemischer Analyse die Entwicklung der Magmen zu rekonstruieren. Die Prozesse der Magmendifferentiation, Magmenmischung und, hier besonders wichtig, Wechselwirkung zwischen Mantelmagmen und kontinentaler Kruste werden quantitativ betrachtet und in einen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang mit unterschiedlichen Krustendomänen und der jungen Hebung der Anden gestellt (Wörner et al., 1988, 1992; Davidson et al., 1990, 1993, McMillan et al, 1993, Aitcheson et al., 1995; Bourdon et al., 2000; Wörner et al., 2000a,b,c; 2001).

Es hat sich zusätzlich sich als fruchtbar und notwendig erwiesen über die Vulkanologie und Magmenpetrologie hinaus auch die tektonische Entwicklung der Anden sowie Prozesse der Erosion und Ablagerung und klimatische Aspekte im Hinblick auf die junge Krustenverdickung und deren Einfluß auf zeitliche Veränderungen magmengenetischer Prozesse zu untersuchen (Kött et al., 1995; Seyfried et al., 2000; Wörner et al, 2001; Gaupp et al. 1999).

Das proterozoische Grundgebirge der Anden stellt über Prozesse der Assimilation eine wichtigen Beitrag zur Magmengenese. Daher wurden verschiedene Grundgebirgsareale geochemisch, petrologisch und geochronologisch bearbeitet (Wörner et al., 2000, 2001)

Weitere Studien zur Magmengenese an Subduktionszonen wurden / werden in Costa Rica (Alvarado et al. 1992, Appel et al., 1993; Abratis & Wörner, 2001) und Kamchatka (Dorendorf et al, 2000 a, b, Churikova et al., 2001) durchgeführt.

Für die Genese von Flutbasalten wird alternativ die Wechselwirkung zwischen Mantelmagmen und Krustengesteinen oder Aufschmelzung von Mantel-Lithosphäre diskutiert. Hierzu wurden petrologisch-isotopengeochemische Analyse der Ferrar-Laven (Antarktis) durchgeführt und eine angereicherte Mantellithosphäre als Quelle nachgewiesen (Molzahn et al, 1996). Zusätzlich wurden die Prozesse der Abkühlung, Kristallisation und Alteration von großen basaltischen Körpern (Sills und Lavaströme) untersucht (Wilhelm & Wörner, 1996; Molzahn et al. 1999).

Schließlich gehört die Genese von Graniten des Varistikums zu meinen Interessengebieten. Hierzu wurden geochemische und isotopepengeochemische Untersuchungen durchgeführt und die Entstehung der Kurstenschmelzen mit Finite-Element-Modellen nachvollzogen (Gerdes et al, 2000a,b).

Diese bisherigen Arbeiten zielten darauf, Prozesse in Magmensystemen von ihrer Quelle über die Wechselwirkung mit Krustengesteinen in krustalen Magmakammern bis hin zu extrem differenzierten Magmen zu charakterisieren und zu quantifizieren. Dieser Ansatz wurde in den verschiedenen geotektonischen Milieus (kontinentaler Intraplatten-Vulkanismus, Riftvulkanismus, Subduktionsmagmatismus) gleich­falls angewendet, wobei den unterschiedlichen Prozessen und Komponenten eine jeweils sehr unterschiedliche Rolle zukommt. Im Hintergrund steht die Absicht, die Genese der Magmen mit der regionalen Geologie, dem Aufbau und der Zusammensetzung und Entwicklung der Lithosphäre und globalen plattentektonischen Prozessen in einen Zusammenhang zu stellen. Grundlage aller dieser Untersuchungen ist die Integration von Geländearbeit und Laboranalyse mit modernen analytischen Methoden.

Zukünftige Forschungsarbeiten werden zunehmend die neuen analytischen Möglichkeiten (s. Labore) der Arbeitsgruppen Geochemie und Isotopengeologie nutzen, um magmatische Prozesse mit möglichst hoher zeitlicher Auflösung aus der Studie von Einsprenglingsmineralen und ihren Glaseinschlüssen zu rekonstruieren.

Die Arbeiten in Kamchatka und den Zentralen Anden werden fortgführt. In Kamchatka wird die Magmengenese anhand von Glaseinschlüssen in Olivinen studiert, weitere Arebiten sollen sich auf die Genese derjungtertiären Flut-Andesite in Kamchatka konzentrieren. Hierzu existieren weitergehende Kooperationen mit russischen WissenschaftlerInen.

Neue Aspekte unserer Studien in den Anden befassen sich mit der Entwicklung der grossen andinen Hochtäler und ihrer Wechselwirkung mit vulkanischen Prozessen in Südperu.

 

Publikationen

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